Unser Wohnmobil

Es ist geschafft. Wir haben ein Motorhome gekauft, versichert und angemeldet bekommen. Doch so einfach wie es klingt ist es nicht. Dazu jetzt mehr:

Nachdem wir am Freitag das erste Auto, einen 1989 Ford Dearborn Motorhome besichtigt hatten, folgte am Samstag das Zweite. Es handelt sich um ein 1988 Allegro AstroVan 21ft Motorhome. Es hat ca. 80000 Milen runter (hoffen wir zumindest, da die Anzeige nur 5 Stellen hat, könnten es ja auch 180000 Milen sein 🙂 ) und keinen V8 Motor sondern „nur“ einen V6 mit 4,3l Hubraum. Auf der ersten Probefahrt musste ich mich zunächst einmal an das ungewohnte Fahrverhalten gewöhnen (sehr schwankender Aufbau und eine Bremse die getreten werden will). Nachdem der Verkäufer den Preis auf 5500$ gesenkt hat, haben wir dann zugesagt.

Am Montag haben wir das Auto dann bezahlt. Anschließend wollten wir zusammen mit Ihm das Auto umschreiben und auf uns zulassen. Doch so einfach wie wir alle dachten ging es dann doch nicht. Als wir der Dame bei der Zulassungsstelle erzählten, dass wir kein US Führerschein haben, war Sie erst einmal überfordert. Wahrscheinlich waren wir die ersten mit solch einem Anliegen 🙂 . Nach etwas Aufregung erzählte Sie uns dann wir brauchen eine Georiga ID-Card. Diese bekommen wir jedoch bei der Führerscheinstelle welche erst Dienstag aufmacht. Mhh so ein Mist. Dienstag müssen wir doch den Mietwagen zurück geben. Naja, wenn wir pünktlich zum Öffnen um 7:30 Uhr bei der Führerscheinstelle sind, dann weiter zur Zulassungsstelle fahren,  anschließend ab zum Motorhome und dann noch die 100km zurück rasen, müssten wir es bis um 11Uhr schaffen. Natürlich kam es nicht so. Bei der Führerscheinstelle fehlte dann natürlich noch ein Dokument, diesmal von dem Department of Social Serurity Number. Zurück bei der Führerschienstelle, bekamen wir dann noch nicht einmal diese ID-Card sondern nur einen Bearbeitungszettel (2 Wochen Bearbeitungszeit!!). Den Gedanken mit dem eigenen Motorhome zum Hotel zu fahren, hatten wir nun schon aufgegeben. Um eventuelle weitere erforderliche Dokumente zu erfragen sind wir dann doch noch zu einer Zulassungstelle gefahren. Und siehe da, es war keine Rede von einer ID-Card oder sonstigem. Nach kurzer Zeit holte die Dame neue Nummernschilder unter Ihrem Tisch hervor und wir konnten gehen bzw. nun auch mit unserem Motorhome fahren 😀 . Da wir mit dem Mietwagen eh überfällig waren haben wir unseren Plan nun vollendet und sind mit dem Motorhome zurück gefahren (bzw. Luisa den Mietwagen). Diesen konnten wir dann mit 2 Stunden Verspätung zurück geben (das schöne sprechende Auto) 🙁 . Manchmal muss man einfach Glück haben.

Am Samstag Nachmittag waren wir übrigens noch im Dorf „Helen“. Der Verkäufer meinte wenn wir schon hier sind, sollten wir dort mal vorbei fahren, denn dort sollten wir uns wie in einem bayrischem Dorf fühlen incl. Weißbier, Brezel und „Ba Dam dalam babam“ (er meinte wohl Blasmusik, was aus seinem Mund natürlich viel besser klang 😀 ). Ja, der Ort war schön gemacht. Auch die Brezel und das Weißbier haben geschmeckt. Nur habe ich in keinem bayrischem Ort so viele Klimaanlagen gesehen.

Lg Lusia und Martin

2 Gedanken zu „Unser Wohnmobil

  1. koro(lu)

    Also, ein Lob auf die deutsche Bürokratie?

    Das übt ja für alle folgenden Aufgaben!

    R.

  2. Chrisitan

    Achja, wie in Dtl. jede Behörde arbeitet nach anderen Regeln 😉

    Vielleicht hat euer „Motorhaus“ ja auch 280000 Milen runter oder eventuell ja auch 580000 Milen xD

    Viel Glück!

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